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Gebäude sanieren – Komponenten im Test
Bei mehr als zwei Drittel aller Modernisierungen werden nur ästhetische aber keine energetischen Verbesserungen des Gebäudes durchgeführt. Das ist eine verpasste Chance für mehrere Jahrzehnte. Betrachtet man die Erneuerungszeiten für Wohngebäude, so betragen diese für Fassaden und Dächer 40-60 Jahre und für Fenster und Türen 20-30 Jahre. Dabei profitieren Eigentümer und Nutzer gleichermaßen von den Vorteilen einer energetischen Sanierung. Die Bewohner sparen Energiekosten und erhalten eine höhere Wohnqualität, die Eigentümer verbessern ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Wohnungsmarkt. In der Innenstadt ist der Raum für Neubauten knapp und der Erwerb eines Altbaus kann auch aus diesem Gesichtspunkt eine interessante Alternative darstellen.
Es gibt gesetzlich vorgeschriebene Mindeststandards, die in der Energieeinsparverordnung (EnEV) festgelegt sind. Es ist jedoch weitaus mehr möglich. Einsparpotenziale von 80% sind durchaus realistisch. Um diesen hohen energetischen Anspruch erfüllen zu können, ist es erforderlich, den baulichen Wärmeschutz zu optimieren, Wärmebrücken zu vermeiden und effiziente Heizungs- und Lüftungsstrategien umzusetzen. Dieses Info zeigt am Beispiel von zwei modernisierten Gebäuden verschiedene Sanierungskomponenten, die eine Sanierung bis hin zum Passivhausstandard ermöglichen. Unterstützt wurden die Vorhaben über das Förderprogramm „Energieoptimiertes Bauen (ENOB)“, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) gefördert wird. Ein Schwerpunkt befasst sich mit der „Energetische Verbesserung der Bausubstanz (EnSan)“. Durch eine umfangreiche Erfassung der Messdaten wird die Funktion der eingesetzten Systeme überprüft. Können die geplanten Primärenergiekennwerte eingehalten werden? Bewähren sich die Komponenten im Einsatz? Ergänzt wird das Messprogramm durch Analysen zum Nutzerverhalten.
Im Gegensatz zum Neubau kommt beim Altbau erschwerend hinzu, dass verschiedene Parameter vorgegeben sind, die beispielsweise eine ausreichende Dämmung der Bodenplatte oder den massiven Ausbau von Dachgeschossen nicht ermöglichen. Hier sind Lösungen gefragt, die eine qualitativ hochwertige Sanierung kostengünstig umsetzen. Heizungs- und Lüftungsstrategien, die einen ausreichenden Luftaustausch und hohe Wärmerückgewinne garantieren, müssen entwickelt werden. Die vorgestellten Gebäude zeigen verschiedene Strategien auf, um z. B. die Beheizung und Belüftung von Niedrigstenergiehäusern umzusetzen oder in Bürogebäuden den hohen Anforderungen an das Raumklima gerecht zu werden.
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- Bürogebäude in Tübingen
- Mehrfamilienhaus in Mannheim
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Adressen
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Fraunhofer IBP
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Universität Stuttgart
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Hochschule für Technik Stuttgart
Projektdurchführung
ebök Ingenieurbüro
Projektdurchführung
GBG
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Links
(1 Seite, 53 kB)
Abschlussbericht zum Bürogebäude in Tübingen
(6 Seiten, 128 kB)
Erste Messergebnisse des Mehrfamilienhauses in Mannheim
(9 Seiten, 1,0 MB)
Hinweis
Dieses Projektinfo ist derzeit vergriffen, als PDF-Download jedoch verfügbar

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