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Baukosten, Betriebskosten Die Betriebskosten werden laut Berechnung durch die Sanierungsmaßnahme auf weniger als ein Drittel der früheren Kosten reduziert.
© Igel, Wismar

Gebäudetechnik

Lüftung:

Das gesamte Gebäude wurde ursprünglich manuell belüftet. Dazu stand in den Gruppenräumen oft ein Fenster offen oder es wurde während der Abwesenheit gelüftet. Im Zuge der Sanierung wurde eine mechanische Abluftanlage für die Belüftung der Gruppenräume installiert. Die über Feuchtesensoren geregelte Zuluftführung reagiert dabei auf die unterschiedliche Nutzungsintensität in den Räumen. Vorerwärmte Zuluft strömt vom Atrium durch in die Fensterrahmen der Gruppenräume integrierte Zuluftelemente. Die Abluft wird in den Nassräumen abgesaugt. Dies vermeidet ein Überströmen der Abluft der Sanitärräume in die Aufenthaltsräume, wie vorher bei ungünstiger Wetterlage. Je eine Wärmepumpe nutzt die Abluftwärme zur Brauchwassererwärmung. Das Atrium wird frei belüftet. Die vielen integriert gesteuerten Öffnungsflügel an den Längs- und Giebelfassaden ermöglichen einen bis zu fünffachen Luftwechsel pro Stunde. Zusätzlich können die zweiflügligen Tore in den Giebelwänden geöffnet werden. Im Winter werden die Fenster nur kurz zur Querlüftung geöffnet und nachts die Lüftung abgeschaltet bzw. minimiert. Im Sommer bleibt die Lüftungsanlage am Tage im Betrieb solange die Temperaturen im Atrium unter denen der Außenluft liegen.

Heizung:

Ein moderner Gas-Brennwertkessel mit angepasster Leistung ersetzt den vorhandenen Gaskessel. Die neu installierte Wärmeverteilung gliedert sich in zwei Heizkörper-Heizkreise (Nord- und Südgebäude) und einen Heizkreis für die Einbindung eines Pufferspeichers. Die Leitungen wurden im Zuge der Sanierung innerhalb der beheizten Hülle installiert. Die alten Guss- und Konvektorheizkörper wurden durch Flach- und Kompaktheizkörper mit Thermostatventilen ausgetauscht. Durch die gute Dämmung der Außenwände ist die Anordnung der Heizkörper im Brüstungsbereich nicht mehr zwingend. Die großen Heizflächen des energiesparenden Niedertemperatur-Heizsystems sind an den quer verlaufenden Gebäudeinnenwänden angeordnet und ermöglichen so durch die Bündelung der Leitungsstränge eine kostengünstige Sanierung der Heizungsanlage.

Warmwasser:

Ein 17,2 m² großes Solarkollektorenfeld auf dem Dach des Nordgebäudes speist seine Wärme in einen Schichten-Kombispeicher (1.000 Liter). Ein darin integrierter  Warmwasserspeicher (200 Liter) versorgt die Küche mit Brauchwasser. Innerhalb des Brauchwasserspeichers kann ein vom Heizkessel versorgter Wärmetauscher schnell die benötigte Wassertemperatur herstellen. Der Kombispeicher ist in die Heizanlage eingebunden. So ist die überschüssige Wärme aus den Kollektoren während der Heizzeit zur Heizungsunterstützung nutzbar. Andererseits kann der Speicher bei fehlender Wärmeeinspeisung durch den Kollektor auch aus dem Heizkreis versorgt werden. Das in den Gruppenräumen benötigte Warmwasser wird durch je eine Abluftwärmepumpe pro Gebäudeteil (2,3 kW) in einem Speicher (285 Liter) erwärmt. Im Nordtrakt ist diese noch an den Pufferspeicher angebunden, im Südtrakt arbeitet das System monovalent.

Beleuchtung:

In den Gruppenräumen wurden Langfeldleuchten mit perforiertem Reflektor sowie Wandleuchten zur indirekten Beleuchtung neu installiert. Die Schaltung in unterschiedlichen Gruppen ermöglicht bedarfsgerecht drei verschiedene Lichtsituationen. Die Beleuchtung wird mit dimmbaren Vorschaltgeräten der Außenbeleuchtung angepasst. Ein Lichtsensor für alle Leuchten eines Raumes gewährleistet eine Mindestbeleuchtungsstärke. Die Nebenräume wie Sanitärbereiche, Garderoben und Flure erhielten über Bewegungsmelder gesteuerte Langfeldleuchten mit elektronischen Vorschaltgeräten und Prismenabdeckungen oder Armaturen mit Energiesparlampen. Die Beleuchtung der Zwischenklimazone erfolgt punktuell mit 8 Halogenmetalldampflampen in ca. 6 m Höhe.

 
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Adressen

Architektur
IGEL

Wissenschaftliche Begleitung
Universität Rostock

Links

Projektpräsentation der
Forschungsinitiative EnOB

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Literaturliste zum Thema
(1 Seite, 45 kB)

Bauphysikalische Untersuchung
(Uni Rostock, 29 S., 710 kB)