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Energieverbräuche (Endenergie) vor und nach der Sanierung.

Ergebnisse

Der Endenergieverbrauch des Gebäudes ist nach der Sanierung um ca. 65% gesunken. Da während der ersten Messzeit nach der Sanierung bis ca. Mai 2005 noch keine Vakuumdämmung installiert war, ist mit einer weiteren Reduzierung des Energieverbrauchs zu rechnen. Berechnungen sowie Messungen nach Sanierung ergeben, dass die Lüftungswärmeverluste stark gesunken sind (ca. 21% des Zustands vor der Sanierung). Hierbei mindert die Reduzierung des beheizten Luftvolumens die Verluste um ca. 24%. Die Vorwärmung der Luft im Atrium trägt nochmals ca. 50% bei. Und der in der Realität gemessene Luftwechsel von 0,31 bzw. 0,25 h-1 nach der Sanierung reduziert die berechneten Lüftungsenergieverluste um weitere ca. 50%. Damit unterschreitet er allerdings den Normluftwechsel von 0,55 h-1.

Eine Überprüfung der hygienischen Verhältnisse an Einzelraum ergab, dass der CO2-Spiegel seinen Höchstwert mit 1.200 ppm nach dem Mittagsschlaf der Kinder erreichte und danach wieder schnell absank. Die DIN EN 13779 nennt als Standardwert für eine mittlere Raumluftqualität eine CO2-Konzentration von bis zu 1.000 ppm. Der Einsatz der Vakuumdämmung verbessert den U-Wert der Giebelwand West (2 cm Vakuumdämmung mit insgesamt 3 cm PS-Kaschierung) von ursprünglich 1,25 W/m²K auf 0,18 W/m²K. Auf der Giebelwand Ost wurde eine VIP-Applikation verwendet, die es gestattet, bei Beschädigung oder Ausfall eines VIPs eine Demontage und Reparatur vorzunehmen. Auf Grund der damit in Kauf genommenen Wärmebrücken konnte trotz sorgfältiger wärmetechnischer Analyse im Vorfeld der ursprüngliche U-Wert der Wand von 1,25 W/m²K auf 0,34 W/m²K (rechnerisch) gesenkt werden. Der experimentelle Nachweis für die fertige Außenwand steht jedoch noch aus.

Insgesamt ist das Vorhaben ein Erfolg. Durch die Verbindung der energetischen Sanierung mit einem neuen Raumkonzept und einer gestalterischen Aufwertung zeigen die Investitionen mehrfache Wirkung. Anerkannt wurden diese Leistungen mit dem Bauphysik-Preis 2005 sowie einer Belobigung beim Landesbaupreis Mecklenburg-Vorpommern 2006.

 
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Architektur
IGEL

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(1 Seite, 45 kB)

Bauphysikalische Untersuchung
(Uni Rostock, 29 S., 710 kB)