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Energetische und architektonische Verbesserungen erreicht
Projektinfo 10/2006
 

Im Zuge der Sanierung der Kindertagesstätte in Wismar wurde mit einer folienüberdachten Zwischenzone ein neuer Spielbereich geschaffen, der auch die pädagogischen Möglichkeiten erheblich erweitert.
© Igel, Wismar

© Igel, Wismar

Gebäude sanieren - Kindertagesstätte

Die Ausgangssituation der Kindertagesstätte war typisch für einen Plattenbau im kommunalen Besitz: bisher waren nur die Reparaturen durchgeführt worden, die zur Aufrechterhaltung des Betriebs erforderlich waren. Zwischenzeitlich war aber eine Sanierung unumgänglich, nicht nur aus Gründen der Substanzerhaltung und der Ästhetik. Am Betrieb des Gebäudes wollte die Stadt Wismar nämlich aufgrund des günstigen Grundrisses festhalten.

Aus energetischer Sicht problematisch waren vor allem der unzureichende Wärmeschutz der Gebäude, ständiges Lüften durch die Überhitzung der Räume und die hohen Transmissionswärmeverluste durch beheizte reine Erschließungsflächen. Gleichzeitig gab es Klagen über die durch die räumliche Struktur eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten und die Unübersichtlichkeit der Kindertagesstätte. Für die Sanierung wurden ganzheitliche Lösungen entwickelt, die eine energetische, architektonische und nutzungsbezogene Verbesserung erreichen. Damit sinken nicht nur die Betriebskosten, gleichzeitig steigt der „Marktwert“ der Einrichtung – zwei wirtschaftliche Pluspunkte.

Bild 1 - 1006 Abb.1a: Im Zuge der Sanierung der Kindertagesstätte in Wismar wurde mit einer folienüberdachten Zwischenzone ein neuer Spielbereich geschaffen, der auch die pädagogischen Möglichkeiten erheblich erweitert.
Copyright: Igel, Wismar
Bild 2 - 1006 Abb.1b:
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Bild 3 - 1006 Abb.2: Ausgewählte Gebäudedaten.
Copyright: BINE-Informationsdienst
Bild 4 - 1006 Abb.3: Grundriss vor der Sanierung.
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Bild 5 - 1006 Abb.4: Das neue Atrium wertet die Kindertagesstätte erheblich auf.
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Bild 6 - 1006 Abb.5: Das Atrium als thermische Pufferzone: Verlauf der Lufttemperaturen außen, innen und im Atrium.
Copyright: Igel, Wismar
Bild 7 - 1006 Abb.6: U-Wert vor und nach der Sanierung.
Copyright: BINE-Informationsdienst
Bild 8 - 1006 Abb.7: Eine zusätzliche Verglasungsebene reduziert die Wärmebrücken im Leibungsbereich.
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Bild 9 - 1006 Abb.8: Baukosten, Betriebskosten Die Betriebskosten werden laut Berechnung durch die Sanierungsmaßnahme auf weniger als ein Drittel der früheren Kosten reduziert.
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Bild 10 - 1006 Abb.9: Energieverbräuche (Endenergie) vor und nach der Sanierung.
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Durch die Typenbauweise ist das entwickelte Konzept auf die mehr als 300 typengleichen Gebäude im Land übertragbar. Dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Vorhaben liegt die Idee zugrunde, die Zone zwischen den beiden Hauptbaukörpern, in der ursprünglich nur als Flure genutzte Verbindungsbauten standen, komplett unter ein Dach zu fassen. Bei nur leicht vergrößerter Außenfläche wird ein Vielfaches an nutzbarer Fläche gewonnen und gleichzeitig eine neue Spielzone für die Kinder geschaffen. Besonderheiten bilden dabei ein dreilagiges transparentes Foliendach über dem neuen Atrium, die erste großflächige Anwendung von Vakuum-Isolations-Paneelen (VIP) in der Gebäudesanierung sowie die isolierverglasten Fenster in der Ebene der neuen Außendämmung, bei denen die im Vorfeld bereits erneuerten Fenster erhalten bleiben. Die Umsetzung der Maßnahmen dauerte knapp ein Jahr. Währenddessen war die Kindertagesstätte ausgelagert. Seit Februar 2005 ist das Gebäude wieder in Betrieb. Die erste Messperiode zeigt, dass der Endenergieverbrauch erheblich gesunken ist.

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