Lüftung
Die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist auf einen maximalen Volumenstrom von 4.000 m³/h ausgelegt und wird nach der Luftqualität (VOC) geregelt. Sie umfasst zwei getrennte Lüftungsbereiche (Vortragssaal und Bürobereich), die entweder parallel oder alternativ betrieben werden können. Die jeweils benötigten Volumenströme können bewusst nicht gleichzeitig hergestellt werden. Die Auslegung auf niedrige Luftwechselraten ist nur möglich, da im gesamten Gebäude Rauchverbot herrscht und die Innenausstattung selbst wenig Luftverunreinigungen produziert. Der Vortragssaal hat bei der Luftversorgung Priorität. Reicht der Volumenstrom für den Bürobereich nicht aus, muss hier zusätzlich über die Fenster gelüftet werden. Im Sommer ist für die Büros ohnehin Fensterlüftung vorgesehen.
Zur Luftführung wird das Atrium zwischen Alt- und Neubau genutzt. Die Zuluft wird über ein Kanalsystem in die Büros eingeblasen, strömt über spezielle Lüftungsöffnungen in den Türlaibungen über das Atrium in den Keller und wird dort abgesaugt. Die Luftrichtung lässt sich zu Forschungszwecken umkehren, so dass das kanalgeführte Zuluftsystem zum Abluftsystem wird. Das umgesetzte offene Lüftungskonzept mit Wärmerückgewinnung ist nur mit einer dichten Gebäudehülle sinnvoll, die das Gebäude laut eines Blower-door-Tests mit n50=1,0 h-1 erfüllt. Im Winter wird die Zuluft über die Wärmerückgewinnung erwärmt. Im Sommer kann das Gebäude mit maximalem Volumenstrom mit kühler Nachtluft durchspült werden.
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