Gebäudekonzept
Das Grundstück erlaubt eine reine Südausrichtung des Neubaus. Auf der Nordseite schließt er an die Brandwand eines Universitätsgebäudes an, wodurch dort die winterlichen Wärmeverluste entfallen. Im Erdgeschoss befindet sich ein Veranstaltungsbereich mit Vortragssaal und Foyer, im 1. und 2. OG liegen Büro- und Besprechungsräume. Ein Experimentalbereich ist im Ostteil des Gebäudes untergebracht. Im Keller liegen haustechnische Anlagen sowie Lager- bzw. Werkstatträume. Die vorgehängte Pfosten-Riegel-Fassade aus Holz/Aluminium auf der Südseite ist raumhoch verglast. Das 3-Scheiben-Wärmeschutzglas (U=0,6 W/m2K, g= 42%) ist mit einem außen liegenden Sonnenschutz kombiniert. Vor den Stirnseiten der Decken befinden sich Vakuumdämmpaneele. Ost- und Westseite sind Lochfassaden aus Stahlbeton mit einem 30 cm starken Wärmedämmverbundsystem (U=0,11 W/m2K).
Decken und Stahlbetonstützen sind größtenteils in Sichtbeton ausgeführt. Eine Aluminium-Glas-Konstruktion entlang der Brandwand setzt den neuen Massivbau vom Bestand ab. In dem darunter liegenden, über alle Geschosse offenen Raum sind Treppen und Erschließungswege untergebracht. Eine nicht tragende, zweischalige Wand aus ungebrannten Lehmsteinen trennt die Büroräume von den Erschließungsflächen. In ihrem Zwischenraum liegen die Versorgungsleitungen. Der Neubau richtet seine Geschosshöhen nach dem Altbau. Verbindungstüren auf allen Ebenen erlauben es, dessen Toiletten, Aufzüge und Fluchttreppenhaus zu nutzen. Aufgrund vieler Fluchtmöglichkeiten und eines dichten Netzes von Rauchsensoren konnte auf eine Sprinkleranlage verzichtet werden.
Adressen
Architektur
Jourdan & Müller
Bauphysik/Energiekonzept/Simulation
Ingenieurbüro Prof. Dr. Hauser GmbH
Technische Gebäudeausrüstung
Ingenieurbüro Hausladen





