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30 Jahre in Betrieb – und seiner Zeit voraus? Druckluftspeicher-Kraftwerk in Huntorf.
© E.ON Kraftwerke GmbH, Wilhelmshaven
Integration von regenerativen Stromerzeugern
Projektinfo 05/2007
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Druckluft- Speicherkraftwerke

Die Windenergienutzung wächst in Deutschland mit großer Dynamik. Potenzial für den weiteren Ausbau an Land und vor der Küste ist vorhanden und die Technik zur Realisierung ist ausgereift. Bereits 5% des in Deutschland erzeugten Stroms stammt aus der Windenergie. Erneuerbare Energiequellen insgesamt sollen nach den Plänen der Europäischen Union bis 2020 europaweit 20% erreichen.

Dies macht Anpassungen von Stromnetzen, Kraftwerkspark und Energiemanagement erforderlich, da Windenergieanlagen nicht bedarfsorientiert, sondern witterungsabhängig produzieren. Die kurzfristigen Schwankungen der eingespeisten Strommenge lassen sich zwar schon recht gut vorhersagen, es bleiben aber  Prognoseungenauigkeiten. Hinzu kommt, dass Windenergieanlagen vorwiegend in schwachen Netzbereichen der Küstenregion und fern von großen Verbraucherzentren errichtet werden.

Schon heute kommt es vor, dass Windenergieanlagen wegen Netzüberlastung im Norden zeitweise keinen Strom einspeisen dürfen. Bis 2015 wird sich, laut der so genannten dena-Netzstudie, der Bedarf an Regelenergie – also Energie zum Ausgleich von Angebot und Nachfrage – mehr als verdoppeln. Gleichzeitig müssen 400 Kilometer Stromtrassen verstärkt und 850 Kilometer neu gebaut werden. Viele Experten bezweifeln, dass dies in der kurzen Zeit möglich ist. Entlastung könnten große  Energiespeicher bringen, durch die die Energielieferung der Windparks ähnlich planbar und regelbar wird wie bei konventionellen Kraftwerken.

Mit ihrem Platzverbrauch und ihren speziellen Geländeanforderungen kommen die etablierten Pumpspeicherkraftwerke aber für einen breiten Einsatz nicht in Frage, zumal sich die Leistungsspitzen der Windenergieanlagen im flachen Norden konzentrieren.

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Eine aussichtsreichere Lösung liegt tief in der Erde verborgen: die in Norddeutschland weit verbreiteten Salzstöcke bieten ideale Voraussetzungen für den Bau von großen Kavernen als Herzstück von Druckluftspeicher-Kraftwerken. Weltweit gibt es bisher erst zwei dieser sogenannten CAES-Kraftwerke (Compressed Air Energy Storage), die überschüssige Energie in Form von Druckluft speichern, und bei Bedarf zusammen mit Erdgas wieder verstromen. Ob und wie sich Windenergie durch CAES-Kraftwerke besser in die deutsche und europäische Stromversorgung integrieren lässt, wurde in verschiedenen, vom Bundesumweltministerium geförderten Studien untersucht. Voraussetzungen der Technologie, Chancen und Kosten wurden in Konkurrenz zu anderen Lösungsansätzen ausgelotet. Dabei zeigten sich auch überraschende Verwendungsmöglichkeiten bisher nicht mehr nutzbarer Erdgasvorkommen.

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RWTH Aachen, IAEW

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