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Förderung anwendungsnaher Forschung
18.08.2010
 

Anwendungsnahe Forschung an einer Inline-Anlage zum nasschemischen Reinigen und Ätzen von Silizium-Solarzellen in der Freiburger Forschungsfabrik "PV-Tec"
© Fraunhofer ISE

Innovationsallianz Photovoltaik

Bis zum 30. September 2010 können Forschungseinrichtungen und Firmen der Photovoltaikbranche Fördergelder aus dem Programm „Innovationsallianz Photovoltaik“ für ihre Forschung beantragen. Das Bundesforschungsministerium (BMBF) und das Bundesumweltministerium (BMU) stellen gemeinsam bis zu 100 Millionen Euro für die Entwicklung neuer Verfahren und innovativer Produkte mit verbesserten Eigenschaften und sinkenden Herstellungskosten bereit, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Photovoltaik-Industrie mittel- und langfristig zu sichern.

Gefördert werden in erster Linie anwendungsorientierte Verbundprojekte unter Federführung industrieller Partner, die bei hohem wissenschaftlich-technischem Risiko einen großen Innovationsgrad erwarten lassen. In begrenztem Umfang sind auch grundlegende Forschungsarbeiten förderfähig, bei denen mehrere Forschungseinrichtungen mit industrieller Begleitung innovative Lösungen verfolgen.

Zu den thematischen Schwerpunkten gehören z. B.

  • Neue Kristallisations-, Bearbeitungs- und Fertigungsverfahren
  • Kostenreduktion durch Materialeinsparung oder Effizienzsteigerung
  • Oberflächenveredelung von Solarzellen
  • Techniken der Modulfertigung
  • Optimierung von Systemkomponenten


Weitere Informationen

Die vollständige Bekanntmachung kann von der Website des Projektträgers Jülich (PtJ) heruntergeladen werden. Dort findet sich auch ein Leitfaden für Antragssteller sowie eine Übersicht der zuständigen Ansprechpartner.

Zum Hintergrund

Photovoltaik aus Deutschland hat sich auch bei zunehmendem Wettbewerb bislang international gut behauptet. Der Marktanteil deutscher Unternehmen lag 2008 im Durchschnitt aller Wertschöpfungsstufen bei rund 20 Prozent, im Solarmaschinenbau sogar oberhalb von 50 Prozent. Mit der „Innovationsallianz Photovoltaik“ will die Bundesregierung die Anpassungsprozesse der PV-Industrie begleiten, die mit der beschleunigten Absenkung der Einspeisevergütungen gemäß der Novellierung des Erneuerbare Energien-Gesetzes erforderlich sind.

Impulse für Unternehmensgründungen

Eine gezielte Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler soll die Forschungslandschaft nachhaltig stärken. Die Ministerien erhoffen sich insbesondere Unternehmensgründungen im Anschluss an die Projektförderung, von denen Innovations- und Beschäftigungsimpulse ausgehen. Unterstützung bietet hier der High-Tech-Gründerfonds der Bundesregierung.

BINE-Publikation zum Thema

Eine speziell hierfür konzipierte Forschungsfabrik bietet Industrieunternehmen die Möglichkeit, anwendungsnahe Forschung zu betreiben, ohne den Produktionsablauf in der eigenen Fertigung zu beinträchtigen. Das BINE-Projektinfo „PV-TEC - Forschungsfabrik für Solarzellen“ stellt das Großlabor des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme und seine Möglichkeiten vor.

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