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Eine große Photovoltaikanlage in Berlin. Im Hintergrund das Bundeskanzleramt.
© Bilddatenbank Bundesverband Solarwirtschaft

Wirtschaft und Perspektiven

In Deutschland ist die Anzahl der netzgekoppelten PV- Anlagen seit Beginn der 1990er Jahre stark gestiegen. Ende 2006 waren ca. 300.000 Anlagen installiert, die zusammen 2.800 MWpeak Leistung entsprechen und ungefähr 2 Mrd. kWh Strom produziert haben. Die Größe einer privaten PV- Anlage hängt nicht vom Strombedarf der Hausbewohner ab, sondern von deren Investitionsbereitschaft und der verfügbaren Dachfläche. Dabei benötigt eine Anlage mit 1 kWpeak, die ca. 800 – 900 kWh Strom pro Jahr erzeugt, etwa 7 – 10 m² Dachfläche. Je nach Anlagengröße, Technik und Ausstattung kostet ein kW installierter Leistung etwa 4.000 – 5.500 Euro.

Seitdem Anfang der 1990er Jahre eine gesetzlich fixierte Einspeisevergütung für Solarstrom eingeführt wurde und daraufhin die industrielle Massenfertigung begann, haben sich die spezifischen Anlagenkosten bis Ende 2006 etwa halbiert. In einigen Jahren wird Solarstrom dem Markt zu gleichen Preisen wie konventioneller Strom zur Verfügung stehen (grid parity). Autonome Anlagen werden in Deutschland überwiegend in Geräten an netzfernen Standorten eingesetzt, wie z. B. Parkscheinautomaten. In Ländern ohne flächendeckendes Stromnetz – und dies trifft in besonderer Weise für viele ländliche Regionen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas zu – ist eine PV- Inselanlage bereits heute eine kostengünstige und umweltfreundliche Lösung. Hier ist das Konkurrenzsystem der Dieselgenerator, der die kWh Strom teurer produziert. Bei derartigen lokalen Stromnetzen können PV- Anlagen auch im Verbund, z. B. mit kleinen Windenergie- oder Wasserkraftanlagen, betrieben und später auch erweitert werden.

Diese elektrische Basisversorgung, z. B. für Kommunikation, Kühlung und künstliches Licht, kann dazu beitragen, Entwicklungsfortschritte zu ermöglichen.

 

 

 
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