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Abb. 5: Charakteristische Parameter geothermischer Verfahren

Bohrtechnik und Umweltprobleme

Für den technischen und wirtschaftlichen Erfolg eines Geothermieprojekts sind die mindestens zwei Tiefbohrungen je Anlage (Abb. 6 und 8) entscheidend. Abhängig von der Art des geothermischen Verfahrens verursachen sie mehr als 40% aller Kosten. Der Erfolg einer Bohrung hängt von den lokalen Verhältnissen ab, besonders der Wasserführung. Bei jeder Bohrung besteht ein Risiko, z. B., in der berechneten Tiefe eine zu niedrige Temperatur oder zu geringe Wasservorkommen anzutreffen.

In Deutschland werden in den geothermischen Bohrungen häufig sehr salzhaltige Wässer (Ausnahme: Süddeutschland) gefunden, mit einem Salzgehalt, der das Zehnfache von Meerwasser erreichen kann. Daher zirkuliert das geförderte Thermalwasser in einem geschlossenen Kreislauf. Oberflächennahe Trinkwasservorkommen können so wirksam geschützt werden. Damit das salzhaltige Wasser bei den verwendeten Rohren und anderen Bauteilen in den geothermischen Anlagen nicht zu Korrosion führt, sind diese innen speziell beschichtet. Dies garantiert einen sicheren Schutz gegen Lecks und Wasserverluste.

 
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