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Abb. 11: Lage des Fensters in der Außenwand
© BINE Informationsdienst

Abb. 10: Wirkungsweise der Wärmeschutzverglasung
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Eine klare Sache: Energieeffiziente Fenster

Vorhandene Fenster weisen in der Regel einen wesentlich höheren U-Wert auf als Außenwände und Dächer (konventionelle Zweifach-Verglasung: 3 W/m²K). Oft schließen sie auch nicht dicht. Hohe Energieverluste und Zugerscheinungen sind die Folge. Die Wärme, die durch die Fenster in die Räume dringt (solare Gewinne), macht das aus energetischer Sicht nur geringfügig wieder wett.

Die EnEV fordert bei einem umfassenden Austausch Fenster mit Wärmeschutzverglasung. Diese besteht aus zwei Scheiben mit einer Edelgasfüllung im Zwischenraum. Eine nicht sichtbare Metallbedampfung der inneren Scheibe reflektiert die Wärmestrahlung nach innen. Inzwischen sind Fenster auf dem Markt, deren U-Wert 1 W/m²K unterschreitet. Dafür gibt es zwei Wege: entweder durch eine Gasfüllung mit sehr geringer Wärmeleitfähigkeit oder durch eine Dreifach-Verglasung.

Aber man sollte genau hinsehen: Der U-Wert des gesamten Fensters liegt in der Regel schlechter als der der Verglasung, da der Randverbund der Scheiben und der Rahmen mit hineinspielen. Je kleiner das Fenster, desto größer ist deren Einfluss. Es lohnt sich also, auch hier auf gute Kennwerte zu achten. Sehr gute U-Werte erreichen Rahmen mit einem Dämmkern.

Ein weiteres Augenmerk muss dem Thema Sonnenschutz gelten. Ein außenliegendes System ist hier am effektivsten. Auch die Wahl der Verglasung beeinflusst den Energiedurchlass durch die Scheibe. Kennzahl hierfür ist der g-Wert. Ein hoher g-Wert bedeutet einen hohen Wärmeeintrag durch das Sonnenlicht in den Raum. Es kann sinnvoll sein, die g-Werte der Verglasung je nach Ausrichtung unterschiedlich zu wählen. Beim Austausch der Fenster sollten auch die Einbausituation und die Anschlusspunkte zur Wärmedämmung der Fassade überdacht werden. Energetisch günstig ist die Lage bündig mit der Außenwand oder in der Dämmebene. Liegen die Fenster in der Fassade zurückversetzt, bilden die Laibungen oft einen Schwachpunkt im Wärmeschutz.