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Energetische Sanierung
basisEnergie Nr. 11
 

Abb. 1: Typische Wärmeverluste eines freistehenden Einfamilienhauses (Baujahr vor 1995)

Altbau - Fit für die Zukunft

Sinnvoll kombinierte Energiesparmaßnahmen können den Wärmebedarf bestehender Gebäude um mehr als zwei Drittel senken, sichern den Wert der Immobilie und steigern den Wohnkomfort. So kann man dem stetigen Anstieg der Energiepreise behaglich zusehen. Auch kleine Maßnahmen können schon große Wirkung zeigen.

Gebäude sind sehr langlebig. Zwei Drittel der im Jahr 2040 bewohnten Häuser stehen schon heute. Weniger als 1% Neubauten kommen jedes Jahr dazu. Der Altbaubestand gibt also den Ausschlag beim Energieverbrauch im Gebäudebereich. Früher wurde allerdings nicht energiesparend gebaut. Das lag nicht nur an den fehlenden technischen Möglichkeiten: Kohle, Öl und Gas standen scheinbar unbegrenzt und billig zur Verfügung. Der Energieverbrauch eines Gebäudes war einfach kein Thema.

Der drastische Anstieg der Energiepreise Anfang der siebziger Jahre sowie Umweltschutzgründe bewirkten ein Umdenken. In gesetzlichen Regelungen wurden daraufhin Grenzwerte für Energieverbrauch bzw. -verluste bei Neuplanungen festgesetzt. Die Anforderungen wurden im Lauf der Jahre entsprechend dem Stand der Forschung und der Technik erhöht.

Bild 1 - BasisEnergie11 2002 01 neu: Abb. 1: Typische Wärmeverluste eines freistehenden Einfamilienhauses (Baujahr vor 1995)
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Bild 2 - BasisEnergie11 2009 02: Abb. 2: Ausschnitt aus einem Energieausweis für Wohngebäude: Dieser Bandtacho zeigt Vergleichswerte
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Bild 3 - BasisEnergie11 2009 04: Abb. 4: Ein Haus mit seinen Wärmeverlusten und -gewinnen
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Bild 4 - BasisEnergie11 2009 05: Abb. 5: Faustformel für die Auswirkung einer Fassadendämmung auf den U-Wert
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Bild 5 - BasisEnergie11 2009 06: Abb. 6: Temperaturverlauf in einer Wand ohne und mit Dämmung
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Bild 6 - BasisEnergie11 2009 07: Abb. 7: 12 cm Mineralwolle dämmen rechnerisch genauso gut wie 3 m dickes Vollklinker-Mauerwerk (U=0,3 W/m2K).
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Bild 7 - BasisEnergie11 2009 08: Abb. 8: Anschlussdetail mit Wärmebrücke und Möglichkeit zur Behebung
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Bild 8 - BasisEnergie11 2009 09: Abb. 9: Aufnahmen mit einer Thermografie-Kamera machen Wärmebrücken sichtbar
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Bild 9 - BasisEnergie11 2009 10: Abb. 10: Wirkungsweise der Wärmeschutzverglasung
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Bild 10 - BasisEnergie11 2009 11: Abb. 11: Lage des Fensters in der Außenwand
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Bild 11 - BasisEnergie11 2009 12: Abb. 12: Mehr- und Minderbedarf (Primärenergie) verschiedener Heizungsarten im Vergleich zum Niedertemperaturkessel
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Bild 12 - BasisEnergie11 2009 14: Abb. 14: Schema einer thermischen Solaranlage zur Brauchwassererwärmung
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Bild 13 - BasisEnergie11 2009 15: Abb. 15: Schema einer zentralen Lüftungsanlage
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Bild 14 - BasisEnergie11 2009 16: Abb. 16: Der geeignete Zeitpunkt für Maßnahmen zur Energieeinsparung
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Die 2002 in Kraft getretene Energieeinsparverordnung (EnEV) bewertet die Energieeffizienz der Gebäudehülle und der Anlagentechnik gemeinsam. Außerdem wird der Energiebedarf primärenergetisch betrachtet. Das heißt, es sind auch die Verluste durch Gewinnung, Umwandlung und Transport des jeweiligen Energieträgers erfasst. Die EnEV gilt für alle Neubauten, größere Baumaßnahmen am Bestand sowie für Heizungsanlagen. Die inzwischen eingeführte Verpflichtung, bei Verkauf oder Vermietung einen Energieausweis erstellen zu lassen, soll einen Anreiz schaffen, auch bestehende Gebäude auf einen zeitgemäßen energetischen Standard zu bringen.

In ihrem aktuellen Energie- und Klimaprogramm hat die Bundesregierung unter anderem festgelegt, die energetischen Anforderungen der EnEV bis 2012 in zwei Schritten um jeweils 30% zu erhöhen. Die erste Änderung tritt 2009 in Kraft. Verglichen mit einem Haus aus den sechziger Jahren kommt ein Neubau mit 30 bis 50% der Heizenergie aus. Gebäude, die vor der Wärmeschutzverordnung von 1995 errichtet wurden, kann man also als "energetische Altbauten" bezeichnen. Durch die Verbesserung des Wärmeschutzes, der Luftdichtheit und der Gebäudetechnik können solche Häuser problemlos ihren Energieverbrauch ähnlich weit senken, wie es die EnEV von Neubauten fordert. Gleichzeitig verbessert sich der Wohnkomfort, da etwa eine gut gedämmte Gebäudehülle im Winter die Wärme drinnen und im Sommer die Hitze draußen hält. Im Laufe der Jahre fallen in jedem Haus größere Instandhaltungsarbeiten an. Bei dieser Gelegenheit kann ein Bauherr bei nur geringen Mehrkosten gleichzeitig Maßnahmen zum Energiesparen realisieren. Warum also nicht gleich „Nägel mit Köpfen machen“, wenn ohnehin ein Gerüst steht, das Dach abgedeckt ist und das Wohnen zeitweilig durch Staub, Dreck und Baulärm eine Belastungsphase durchstehen muss? Wer Energie sparen will, muss sich aber zuerst klar machen: Wieviel verbraucht mein Haus? Wovon ist die Höhe des Verbrauchs abhängig? Und wo geht am meisten verloren?