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Soleverfahren.
© KBB Underground Technologies GmbH, Hannover
01.01.1970

Kavernenspeicher

Speicherkavernen mit weit über 500 000 m³ Volumen werden schon lange zur Speicherung von Erdgas genutzt. Für ihren Bau eignen sich vor allem Salzstöcke, die in weniger als 800 m Tiefe liegen und über 300 m mächtig sind. In Schleswig-Holstein und Niedersachsen sind diese in großer Zahl verfügbar, der Nordostdeutsche Küstenraum weist hingegen lediglich im südwestlichen Teil von Mecklenburg einzelne Salzstöcke auf. Neben der geologischen Eignung sind weitere Standortfaktoren zu beachten: Günstige Entfernung zu bestehenden Windparks in Norddeutschland sowie zu zukünftigen Offshore-Windparks in deutschen Küstengewässern und in Bezug auf das existierende Spannungsnetz, ausreichende Frischwasserversorgung für die Aussolung und Entsorgungsmöglichkeiten für die anfallende Sole (Meeresnähe).

Speicherkavernen entstehen durch Aussolung über mehrfach verrohrte Bohrlöcher (Abb. 3). Mit gegeneinander verschiebbaren Sol-Rohrsträngen wird Wasser zugeführt, das das Steinsalzgebirge auflöst und die entstehende Sole übertage fördert. Das Kavernendach wird währenddessen durch eine Kappe aus Luft, Erdgas oder Öl gegen unkontrollierte Auflösung geschützt. Umweltrelevante Faktoren sind in erster Linie der Frischwasserbedarf bei der Herstellung der Salzkaverne und die anfallende Sole. Im  Küstenraum der Nordsee bietet sich Meerwasser für den Solprozess an. Die anfallende Sole kann in die Unterläufe der großen Ströme und in die Nordsee abgeleitet werden. Bei dem geringeren Salzgehalt der Ostsee ist mit einem höheren Aufwand für eine verträgliche Verdünnung der Kavernensole in unmittelbarer Umgebung eines Einleitbauwerkes zu rechnen.

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Projektkoordination
IAEW, RWTH Aachen