01.01.1970

Kosten und Fazit

Laut Modellrechnung liegen die Sanierungskosten für die ab 2010 zu modernisierenden Gebäude des Sanierungsträgers bei 180 bis 250 Euro/m² brutto. Daraus ergeben sich Gesamtkosten von ca. 10 bis 12 Mio. Euro. Hinzu kommen Netzkosten sowie Kosten für die neuen Hausübergabestationen (insgesamt ca. 3 Mio. Euro). Neben der energetischen Sanierung sind auch sonstige Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen im gleichen Zug erforderlich (Nassräume, Sanitär, Elektro, Balkone, Hauseingänge etc.). Dadurch ergeben sich zusätzliche Kosten von rund 250 Euro/m². Die komplette Umsetzung der Gebäudesanierung im Rahmen des Quartierskonzepts (bis etwa 2015) wird rund 30 Mio. Euro kosten, die vom Sanierungsträger übernommen werden. Zusätzliche Kosten fallen noch für die Instandhaltung und die Gebäudeumfeld-Entwicklung an. Die Konzepterstellung, Machbarkeitsuntersuchung und Sanierung der beiden Demonstrationsgebäude sowie der Aufbau eines Monitoringsystems werden im Rahmen der Forschungsinitiative EnEff:Stadt gefördert.

Fazit

Das Quartiers-Energiekonzept für das Rintheimer Feld ist inzwischen fertiggestellt. Nutzbare Daten für eine Evaluierung des Projekts stehen seit Ende 2009 zur Verfügung, mit dem Energiemonitoring und der messtechnischen Begleitung wird im Frühjahr 2010 begonnen. Die Machbarkeitsuntersuchung für die beiden Demonstrationsgebäude wurde abgeschlossen, das erste Gebäude bereits saniert. Es wird ab Ende März 2010 wieder bezogen. Die Detailplanung für das „Experimentiergebäude“ unter Einbeziehung von Herstellern ist nahezu abgeschlossen. Mit den Baumaßnahmen wurde begonnen. Die messtechnische Begleitung für beide Demonstrationsgebäude startet ab Frühjahr 2010 über insgesamt drei Mess- und Auswertungsperioden. Mit diesem Pilotprojekt wird ein integrales Energiekonzept für ein Stadtquartier entwickelt und umgesetzt, das auf kommunale und wohnungswirtschaftliche Siedlungsprojekte allgemein übertragbar sein soll. Es dient als planerisches Leitbild für energie- und baubezogene, städtebauliche, ökologische und soziale Problemlösungen und ist zugleich Testfeld für neue Methoden und Instrumente. Investoren, Entscheider und Planer künftiger Projekte werden damit zum Denken in Systemen und folgerichtig zu vernetztem Handeln angeleitet.